Die gute Frucht bringen

„Nur ein gesunder Baum, kann gute Früchte tragen“ – das leuchtet auch Menschen ohne grünen Daumen ein. Doch leidenschaftliche Gärtner wissen, dass dazu noch viel mehr gehört. So spielt beispielsweise der Boden eine entscheidende Rolle, denn er ist der Ursprung allen Wachstums. Ähnlich wie mit so einem Baum verhält es sich mit unserem Leben. Auch wir gründen unser Herz auf ganz bestimmte Dinge. Und ähnlich wie der Baum zur Erntezeit Früchte trägt, folgen unseren Überzeugungen Taten. Doch wie genau kommt es dazu und wie können wir sicherstellen, dass unser Baum des Lebens „gute Früchte“ trägt?

Um zu verstehen, was es bedeutet „gute Frucht zu bringen“ (Matthäus 12, 33 – 37), ist es hilfreich sich zunächst mit dem Gericht Gottes auseinanderzusetzen. Das Gericht Gottes ist der Moment in dem sich entscheidet, wie und wo unser Leben weitergeht. Die entscheidende Frage ist hier: Wonach werden wir gerichtet?

Das Gericht Gottes ist nicht etwa ein Prozess mit komplizierten Verhandlungen, sondern folgt einem ganz einfachen Prinzip: Das was wir waren, geredet und getan haben, fällt am Ende auf uns zurück. Für alle Taten unseres Lebens müssen wir Rechenschaft tragen. Der Richter ist Gott und er hat ein Auge auf unser Leben – doch er schaut dabei nicht auf das Äußere, sondern auf das Innere, unser Herz. Es ist unser eigenes Herz aus dem wir gerechtfertigt oder verurteilt werden. Doch woran können wir erkennen was in unserem Herzen ist?

Hier kommt die Frucht des Baumes ins Spiel. Eine Frucht kann entstehen, wenn der Baum gesund und mit dem Wurzelwerk fest im Boden verankert ist. Dieses Bild kann auch auf unser Leben übertragen werden: Das, was unser Herz bewegt, kommt durch Worte und Taten zum Vorschein. Von dem unser Herz voll ist, redet unser Mund. Es ist daher entscheidend, was wir reden und sagen. Doch manchmal stimmt das was wir sagen, nicht mit unserer Herzenseinstellung überein. Wir haben gelernt in bestimmten Situationen das „Richtige“ zu sagen – uns zu beherrschen und das, was gerade in uns kocht unter Verschluss zu halten. Aber Jesus lehrt uns mit diesen Worten nicht in der Selbstbeherrschung. Er möchte, dass wir unser Herz verändern! Mit der Frucht des Baumes ist nicht gemeint, dass wir möglichst viele fromme Taten vorweisen können, sondern dass unsere Handlungen aus reinen Motiven stammen.

Zugegeben, das ist nicht immer ganz leicht. Doch Gottes Gnade und Liebe verändert uns. Diese Veränderung ist nicht wirkungslos, sondern wird durch unsere Taten erlebbar. Deswegen lasst uns von Gott verändern, damit unser Leben gute Früchte trägt.