„Grüß Gott!“

Zwei Bergsteiger treffen sich im Gebirge. Sagt der Eine: “Grüß Gott”. Antwortet der Andere: “So hoch wollte ich eigentlich gar nicht steigen.“ (Autor unbekannt)

Der Berg als Bindeglied zwischen Mensch und Gott ist gar nicht mal so unbiblisch. In der Bibel haben Berge eine wichtige Rolle und interessanterweise gewinnen sie häufig in solchen Situationen an Bedeutung, in denen Gott und Mensch sich ganz nah kommen. Und wer das Alte und das Neue Testament irgendwie nicht in Einklang bringen kann, sollte auf zwei wichtige Berge achten.

Der Berg Sinai, dessen genaue Lage heute leider nicht mehr rekonstruierbar ist, steht stellvertretend für das gesamte Alte Testament. Dort hat Mose die 10 Gebote erhalten, die von da an das Leben der Israeliten für viele Generationen bestimmen sollten. Dieser erste Bund Gottes mit den Menschen war allerdings nicht als ewige Ordnung angedacht. Bereits vor Jesu Geburt war klar, dass auch die Juden auf etwas anderes warteten, das den Alten Bund Gottes mit den Menschen ablösen sollte (siehe Jeremia, Kapitel 31, Verse 31-33). Die Gebote, die das Volk Israel auf dem Berg Sinai erhielt, haben einen, wenn wir ehrlich sind, unerreichbar hohen Maßstab angesetzt. Wenn daraus die Erlösung der Menschen geschehen sollte, kann keiner gerettet werden. Doch dazu war das Gesetz auch nicht da. Gott hat vielmehr den Anspruch deshalb so hoch gesetzt, damit wir erkennen, dass wir gar nicht erst in der Lage sind so zu leben, wie es Gott gefallen würde. Wir brauchen Hilfe!

Die Hilfe kam vom Berg Golgatha, der das Neue Testament repräsentiert. Auf Golgatha wurde vor ca. 2000 Jahren ein Mann unschuldig (!) gekreuzigt und getötet. Mit dieser Tat begann der neue Bund, das heißt der neue Vertrag Gottes mit den Menschen. Wir müssen nicht mehr versuchen, die 10 Gebote zu halten um uns dadurch einen Platz im Himmel sicher zu stellen. Jesus hat als einziger Mensch alle Gebote erfüllt und weil er trotzdem die Strafe auf sich nahm, die auf die Gesetzesübertretung stand, hat er die Möglichkeit geschaffen, stellvertretend für alle Menschen zu leiden, die an ihn glauben.

In jeder Generation versuchen Menschen immer wieder, Gott nahe zu kommen, oder bildlich gesprochen den höchsten Berg zu finden, dessen Gipfel dann hoffentlich erst im Himmel aufhört. Der Berg Sinai hat nicht ausgereicht. Wir können Gott nicht nahen, indem wir Gutes tun und Böses vermeiden. Die Lösung kam von oben, indem Gott selbst die Hilfe wurde. Gottes Sohn ist Mensch geworden und starb auf Golgatha, „damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes, Kapitel 3, Vers 16). Wir brauchen keinen großen Berg mehr zu suchen um Gott zu finden, keine Religion, keine Kirche und keine Person, die uns vermittelt. Alles was wir brauchen ist Jesus!

Jesus hat uns nicht aufgetragen, die Welt zu retten, sondern der Welt zu sagen, dass sie schon gerettet ist (dank Jesu Tod am Kreuz auf Golgatha). (nach Oswald Chambers)

Autor:
Anja S., geb. 1988, studiert Anglistik, Geographie, Physik. Lebensmotto: “Sei selbst die Veränderung, die du in deinen Mitmenschen sehen willst.”